Teil der Themenreihe digitale Schließtechnik
Ein neuer Mitarbeiter startet in Ihrem Unternehmen, die Personalabteilung hat alle Unterlagen vorbereitet, die IT hat den Laptop eingerichtet und die Fachabteilung wartet bereits auf Unterstützung. Doch an der Eingangstür beginnt das erste Problem: Der passende Schlüssel fehlt. Wenige Wochen später verlässt ein Mitarbeiter das Unternehmen. Der Schlüssel wurde nicht zurückgegeben. Wer hat jetzt noch Zugang zu sensiblen Bereichen?
Der erste Arbeitstag entscheidet häufig darüber, wie professionell ein Unternehmen wahrgenommen wird. Wenn neue Mitarbeiter auf verschlossene Türen treffen oder erst auf Schlüssel warten müssen, entstehen unnötige Verzögerungen. Mit digitalen Transpondern können Zutrittsrechte bereits vor Arbeitsbeginn vorbereitet und automatisch aktiviert werden. Mitarbeiter erhalten genau die Berechtigungen, die sie für ihre Tätigkeit benötigen, nicht mehr und nicht weniger.
Besonders in Unternehmen mit mehreren Gebäuden, Schichtmodellen oder unterschiedlichen Sicherheitszonen reduziert sich der organisatorische Aufwand erheblich. Statt Schlüssel auszuhändigen, werden digitale Berechtigungen im elektronischen Schließplan verwaltet und jederzeit angepasst. Damit wird die Zutrittsorganisation zu einem automatisierten Prozess statt zu einer dauerhaften Verwaltungsaufgabe.
Mindestens genauso wichtig wie der Eintritt eines Mitarbeiters ist dessen Austritt. In vielen Unternehmen bleibt nach wie vor die Unsicherheit bestehen, ob tatsächlich alle Schlüssel zurückgegeben wurden. Bereits ein verlorener oder kopierter Schlüssel kann dazu führen, dass sensible Bereiche weiterhin zugänglich bleiben.
Digitale Schließtechnik schafft hier klare Verhältnisse. Sobald ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt, werden die Zutrittsrechte seines Transponders unmittelbar deaktiviert. Der physische Austausch von Schließzylindern entfällt. Unternehmen reagieren innerhalb von Sekunden und schließen potenzielle Sicherheitslücken, bevor daraus tatsächliche Risiken entstehen. Genau dieser Aspekt gewinnt angesichts steigender Anforderungen an Unternehmenssicherheit und Datenschutz zunehmend an Bedeutung.
Mit digitalen Transpondern lassen sich Zutrittsrechte flexibel nach Zeit, Ort und Funktion vergeben. Ein externer Techniker erhält beispielsweise nur für einen bestimmten Zeitraum Zugang zum Technikraum. Reinigungskräfte können ausschließlich außerhalb der Bürozeiten bestimmte Bereiche betreten. Projektmitarbeiter erhalten temporären Zugang zu definierten Zonen. Die Zutrittsberechtigungen folgen dabei den organisatorischen Anforderungen und nicht umgekehrt.
Über den elektronischen Schließplan ist jederzeit ersichtlich, welche Personen welche Berechtigungen besitzen. Änderungen werden dokumentiert und Zutrittsereignisse können nachvollzogen werden. Dadurch entstehen nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch revisionssichere Prozesse, die insbesondere für HR Verantwortliche, IT Leiter und Geschäftsführer immer wichtiger werden.
Mit ZEUS® keyless verbindet ISGUS digitale Schließtechnik, Zutrittskontrolle und Workforce Management zu einer ganzheitlichen Sicherheitslösung. Mitarbeiter nutzen denselben Transponder für Zutritt, Zeiterfassung und weitere Prozesse. Berechtigungen werden zentral verwaltet, automatisch aktualisiert und können bei Bedarf sofort angepasst werden. Durch Access-on-Card, digitale Schließzylinder und den elektronischen Schließplan entsteht ein modernes Sicherheitskonzept, das mit den Anforderungen Ihres Unternehmens wächst.
Mitarbeiterwechsel gehören heute zum Unternehmensalltag. Die durchschnittliche Fluktuationsrate in deutschen Unternehmen liegt bei etwa 15 bis 20 Prozent pro Jahr. Gleichzeitig zeigen aktuelle Untersuchungen, dass rund 37 Prozent der Arbeitnehmer grundsätzlich offen für einen Jobwechsel sind. Hinzu kommt der anhaltende Fachkräftemangel: Mehr als 80 Prozent der Unternehmen berichten von Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen. Für Unternehmen bedeutet das, dass regelmäßig neue Mitarbeiter eingestellt, interne Rollen verändert und ausscheidende Mitarbeiter aus Prozessen entfernt werden müssen. Damit steigen auch die Anforderungen an die Zutrittsorganisation. Starre Schlüsselkonzepte können mit dieser Dynamik kaum Schritt halten. Moderne Unternehmen benötigen daher flexible Lösungen, mit denen sich Zugangsrechte schnell vergeben, anpassen und bei Bedarf sofort entziehen lassen. Digitale Transponder und elektronische Schließsysteme schaffen die notwendige Flexibilität, um Sicherheit und Effizienz auch bei einer hohen Personalbewegung jederzeit zu gewährleisten.
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